{"id":121,"date":"2026-05-23T13:39:15","date_gmt":"2026-05-23T13:39:15","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.ethik-forum-luzern.ch\/wordpress\/?page_id=121"},"modified":"2026-05-23T13:45:35","modified_gmt":"2026-05-23T13:45:35","slug":"landwirtschaftsethik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ethik-forum-luzern.ch\/index.php\/kinder\/umdenken\/landwirtschaftsethik\/","title":{"rendered":"Landwirtschaftsethik"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"273\" src=\"https:\/\/www.ethik-forum-luzern.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gletscher.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-124\" style=\"width:1087px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.ethik-forum-luzern.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gletscher.jpg 550w, https:\/\/www.ethik-forum-luzern.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gletscher-500x248.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensqualit\u00e4t und Zukunftsf\u00e4higkeit sind gef\u00e4hrdet. Die Verarmung der Landschaft Schweiz ist augenf\u00e4llig.\u00a0\u201eIst das die Landschaft von Morgen mit seinen Tieren und Pflanzen, die wir unseren Kindern und Enkeln g\u00f6nnen\u2026?\u201c<br><\/strong>LEITSATZ<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachten&nbsp;wir mal&nbsp;n\u00e4her diese&nbsp;<strong>Landschaft Schweiz<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zersiedelung,&nbsp;immer mehr Beton- und Asphaltfl\u00e4chen, immer h\u00e4sslichere Bauten dominieren weitgehend St\u00e4dte und Agglomerationen und fressen sich immer mehr auch in rein l\u00e4ndliche Gegenden hinein.&nbsp;<br>Wir fragen: Ist das die Landschaft von Morgen mit seinen Tieren und Pflanzen, die wir unseren Kindern und Enkeln g\u00f6nnen? &nbsp;Die Verarmung ist augenf\u00e4llig, die Artenvielfalt jedenfalls im Flachland ist akut gef\u00e4hrdet. Weltweit sterben pro Woche zweihundert Arten (Pflanzen und Tiere aus).Der Waldbestand in den Bergen nimmt zwar zu, dort darf er noch wachsen\u2026 Eine immer (noch) sch\u00f6ne Schweiz droht&nbsp;ihren eigentlichen unbezahlbaren Rohstoff \u2013 ihr \u00f6kologisches Kapital &#8211; zu verlieren. Sie wird immer h\u00e4sslicher&nbsp;&nbsp;Eine w\u00fcnschbare lebenswerte Perspektive f\u00fcr unsere Kinder und unsere Enkel?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Boden wird zunehmend zu einer \u00fcberaus begehrten Handelsware, \u00fcber die man beliebig verf\u00fcgen kann. Die damit einhergehende Spekulationslawine mit dem immer knapper werdenden Kulturland wird immer gr\u00f6sser. In den n\u00e4chsten Jahren werden die Immobilienpreise st\u00e4ndig steigen. Vor allem werden diese Preissteigerungen in Ballungsr\u00e4umen enorm sein. Auch die Steuerdeals mit Deutschland und England werden gem\u00e4ss Tages Anzeiger vom 30.10.2010 die Preise noch weiter antreiben und zunehmende Immobilienk\u00e4ufe wie auch verschiedene Grossprojekte&nbsp;in der&nbsp;machen Schwarzgeld &nbsp;&nbsp;wieder legal.<br>Zu allem \u00dcberfluss heizen auch immer mehr Gemeinden diese ungesunde Entwicklung an.&nbsp;So etwa Beinwil, wo k\u00fcrzlich die Gemeinde 8600 Quadratmeter Land kaufte und zur Bauzone erkl\u00e4rte. \u201eWir hatten praktisch keine Baureserven mehr\u201c so der Gemeindeschreiber im Beitrag der NLZ vom 30.10.2010. Die Gemeinde werde damit von einem grossen Druck befreit. Denn die Nachfrage nach Wohnraum steige, vor allem wegen Zuz\u00fcger aus dem Kanton Zug\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir haben keine zweite Schweiz im Keller\u201c, mahnte der Lausanner Stadtpr\u00e4sident Daniel Br\u00e9laz anl\u00e4sslich der Vorstellung des neuen Raumkonzepts des Bundes vom 21.1.2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle zwei Stunden betonieren in der Schweiz Bauarbeiter eine Fl\u00e4che von der Gr\u00f6sse eines Fussballfeldes und in der Nacht ist gem\u00e4ss der Direktorin des Verbands der St\u00e4dte Renate Amstutz in der NLZ vom 22.1.2011 kein Quadratkilometer mehr ganz dunkel! Konkret hat die Zersiedelung gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BafU) in seinem Bericht von 2010 zum \u201eZustand der Landschaft der Schweiz\u201c zwischen 1980 und 2002 um 15 % zugenommen. \u201eDer Landschaftsverbrauch ist zu billig\u201c res\u00fcmiert BafU-Vizedirektor Willy Geiger. Als w\u00e4re Boden unendlich\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir fragen: Wollen wir diese Fehlentwicklung auf Kosten unserer Kinder und Enkel&nbsp;weiter zulassen?&nbsp;Und ist das die Landschaft von Morgen mit seinen Tieren und Pflanzen und seinen Lebensqualit\u00e4ten, die wir unseren Kindern und Enkeln g\u00f6nnen?<\/strong>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unseren Bauern gehen wegen dieser fortschreitenden Zersiedelung die \u00c4cker aus mit dem Resultat dass der Bauer nun eine Aufhebung des absoluten Waldschutzes in Frage stellen\u2026 und der Schweizerische Bauernverband sieht die Selbstversorgung der Schweiz gef\u00e4hrdet. \u201eWenn wir aber die W\u00e4lder roden, werden wir \u00dcberschwemmungen produzieren. Wir werden das lokale Klima erw\u00e4rmen und die Luftqualit\u00e4t verschlechtern\u201c schreibt R. Bussmann in der NLZ in einem Leserbrief vom 12.1.2011 und folgert: \u201e Immer mehr Menschen bei uns in der Schweiz auch brauchen immer mehr LAND. Die Natur wird immer kleiner und die Probleme werden immer gr\u00f6sser und gr\u00f6sser.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir fragen:&nbsp;Ist das die Landschaft Schweiz von Morgen mit seinen Tieren und Pflanzen, an Lebensqualit\u00e4ten? Wir Menschen, die Tiere und die Pflanzen bilden eine Schicksalsgemeinschaft in einem Lebensraum, den wir erhalten und der wieder nachwachsen kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem bewirkt dieser Verlust von Kulturland eine alarmierende weltweite Verteuerung von Grundnahrungsmitteln. In einem Beitrag der NZZ vom 17.2.2011 steht dazu:. \u201eDie fortschreitende Industrialisierung und Urbanisierung auch in aufstrebenden L\u00e4ndern reduziert n\u00e4mlich die landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che, w\u00e4hrend eine wachsende Bev\u00f6lkerung mit steigenden Einkommen mehr Fleisch konsumiert. Dabei wird mehr Getreide zur F\u00fctterung verwendet, was zur Verteuerung der Agrarrohwaren beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir fragen:&nbsp;Entspricht diese Entwicklung der ethischen Norm \u201eFaire \u2013 gerechte &#8211; Verteilung der G\u00fcter und Dienstleistungen, die wir unseren Kindern und Enkeln g\u00f6nnen wollen? Leistet diese Entwicklung einen Beitrag zum ethischen Wert Sinnorientierung und den gesellschaftlichen Frieden?<\/strong><strong>Siehe dazu unser Projekt:<br>Initiative \u201eEthik des Landverbrauchs\u201c, Der Boden ist endlich\u2026<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebensqualit\u00e4t und Zukunftsf\u00e4higkeit sind gef\u00e4hrdet. 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